Lebensküche

“Grabe den Brunnen ehe du durstig bist”

Vor tausenden von Jahren hatten die Menschen keine Möglichkeiten, Krankheiten mit der heutigen medizinischen Technik zu analysieren. Sie waren völlig von ihren Sinnen abhängig. Das heißt, es wurde von damaligen Mönchen genau beobachtet, wann welches Symptom auftrat und welche meist von der Natur gegebenen Maßnahmen zur Herstellung des Gleichgewichtes (Yin und Yang) geholfen haben. Diese Beobachtungen wurden ständig ergänzt und weiter überliefert. Ein Werk der so entstandenen „Klassischen Chinesischen Medizin“ in welchen all diese Dinge niedergeschrieben wurden ist im „Gelben Kaiser“ verankert.

In der heutigen Zeit sind das Beobachten mit unseren Sinnen und die Körperwahrnehmung leider zum Teil verkümmert, da nicht unbedingt erforderlich. Schnell ist der Weg in die Apotheke, die für jedes Wehwehchen etwas parat hat. Nebenwirkungen werden zum Teil nicht erkannt bzw. in Kauf genommen.

Der chinesische Heiler wurde in erster Linie nicht dafür bezahlt Krankheiten zu heilen, sondern die Menschen bei Gesundheit zu erhalten. Gelang dies nicht, wurde Jener als unfähig angesehen und musste abtreten.

     

    Der “einfache” Arzt behandelt das Symptom,

    der “bessere” Arzt die Krankheit,

    der “überragende” aber verhindert die Krankheit und bewahrt die Gesundheit.

    chinesisches Sprichwort

     

All die präventiven Maßnahmen, die auch heute ihre Gültigkeit nicht im Geringsten verloren haben, nennen die Chinesen „Yang Sheng“, sinngemäß übersetzt: Lebenspflege. Das sind unzählige Erfahrungen für ein Leben im körperlichen und seligen Gleichgewicht, die von uns wiederentdeckt und angewandt werden sollten.

 

Dazu solltest Du noch folgende Betrachtungsweise nach dem Chinesischen Konzept kennen lernen:

Wird ein Mensch geboren, bekommt er für sein Leben drei Schätze:

„Jing“ ist die angeborene Essenz, die Quelle des Lebens. Es ist unser Kraftspeicher aus dem Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung hervorgehen.

Beim „Qi“ handelt es sich um die Energie, die wir benötigen, um den Körper zu bewegen und zu schützen. Es wird gebraucht für die Regelungs- und Umwandlungsprozesse und den Wärmehaushalt.

„Shen“ kann übersetzt werden mit Geist, Bewusstheit, Bewusstsein. Es ist die Aura oder die Ausstrahlung einer Person.

Unsere Aufgabe ist es, mit den gegebenen Schätzen sehr sorgsam umzugehen, denn sie sind nicht unerschöpflich! Die Pflege der drei Schätze im Menschen und in der Natur sind auch Gegenstand von der Ernährung nach den 5 Elementen sowie daoistischen und buddhistischen Übungssystemen, wie Kampfkunst, Energieübungen (z. B. Qi Gong) und Meditation.

In vielen Traditionen ist die Küche der Mittelpunkt des Lebens. Es geht um mehr als nur um das Kochen nach Rezepten. Generationen geben ihre Weisheiten darüber weiter um sie und uns am Leben zu erhalten. Jung und Alt, Fern und Nah, Ost und West tauschen sich aus. Es findet ein stetiger Wandel statt. Jeder hat die Möglichkeit, sein ganz individuelles LebensRezept und –Konzept zu finden und damit von Bewährten und Bewahrtem zu profitieren. Das Nähren und selbst gut für sich sorgen können ist neben Bewegung und Kultivierung des Geistes die beste Voraussetzung für ein gesundes und glückliches Leben.

 

Vielleicht hast Du auch vom TCM-Heilpraktiker oder -Arzt eine Diagnose erhalten; so zum Beispiel Milz-Qi-Schwäche, Nieren-Yin-Schwäche, Leberblut-Mangel, oder .... Du hast Akupuktur, GuaSha oder Schröpfen und Kräuter erhalten. Diese Unterstützung kann unsere Selbstheilungskräfte ankurbeln. Jedoch hält die gewünschte Wirkung nicht wirklich auf lange Sicht. Warum? Bei bestimmten konstitutionellen und körperlichen Beschwerden kann die Akupunktur und Phytotherapie (Kräuterlehre) mit je 10 % die Heilung unterstützen. Ausschlaggebend ist jedoch die Änderung der Lebensweise, die 80 % ausmachen kann*. Das sollten wir für uns nutzen!

 

In einer Beratung und auch in den Kursen gebe ich Dir ein allgemeines, bzw. ein auf Deine derzeitige Lebenssituation passendes Rezept/Konzept an die Hand.

 

* Quelle: “Heilung der Mitte”, Dr. Georg Weidinger